
Katalin Erdődi
Katalin Erdődi hat einen Masterabschluss in internationalen Beziehungen an der Universität für Wirtschaftswissenschaften Budapest abgeschlossen und einen Masterabschluss in Kulturpolitik und Management in Europa an der Universität Paris 8, Frankreich.
Sie arbeitet seit 2004 als Kulturmanagerin im Bereich zeitgenössische Kunst in Budapest. Als Projektkoordinatorin und Kuratorin hat sie in der Arbeit von zahlreichen etablierten Kulturinstitutionen, wie Trafó – Haus der zeitgenössische Künste, Moving House Stiftung, Ludwig Museum der zeitgenössische Künste teilgenommen. Des Weiteren hat sie zwei eigenständige Projekte ins Leben gerufen: 2008 PLACCC, das internationale Festival für Kunst im öffentlichen Raum und ortsspezifische Kunst und 2009 die ebenfalls in urbanen Räumen veranstaltatete Programmreihe Body Moving zur Förderung des zeitgenössischen Tanzes.
Ihr aktuelles Interesse gilt künstlerischen Initiativen, die durch urbane Räume, die gebaute Umgebung und das gesellschaftliche, politische und kulturelle Gefüge der Stadt inspiriert werden. Besonders spannend findet sie den Dialog zwischen Kunstschaffenden und Stadtbewohnern, der im Rahmen von künstlerischen Projekten provoziert werden kann.
Was ich mir für Deutschland vorgenommen habe
Die Tendenzen der kontext- und ortsspezifischen Kunst haben in Ungarn in den letzten Jahren an immer mehr Raum gewonnen, meist finden diese Arbeiten jedoch im lokalen Kontext statt. Meiner Meinung nach sind viele dieser Initiativen reif, um im nächsten Schritt auf internationaler Ebene agieren zu können. Deshalb ist mein Ziel, jungen ungarischen Künstlern, die auf diesem Gebiet arbeiten, die Möglichkeit zu verschaffen, in Deutschland Projekte zu verwirklichen. Im Mittelpunkt steht hierbei, dass sie in Zusammenarbeit mit deutschen Künstlern und Experten in einer deutschen Stadt, mit den Stadtbewohnern und mit einer für ihnen unbekannten städtischen Umgebung in Dialog treten können.
Im Rahmen meines Projektes möchte ich eine ortsspezifische Interventionsreihe verwirklichen, deren Thema und Fokus während einer Feldforschung vor Ort ausgearbeitet werden, die gemeinsam von den Künstlern und von mir durchgeführt wird. Dabei steht das Aufeinandertreffen von bekannten und unbekannten Faktoren in Mittelpunkt, woraus neue und unerwartete Formen des Kunsterlebens entstehen.
Mein Netzwerk und interessante Links
Body Moving - Programmreihe für zeitgenössischen Tanz in der Stadt
Trafó - Haus der zeitgenössischen Künste
dunaPart - Plattform für zeitgenössische ungarische darstellende Künste
