Kulturmanager aus Mittel- und Osteuropa

Corina Bernic

 

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Corina Bernic ist Kulturmanagerin, Journalistin und Übersetzerin. Sie hat englisch- und deutschsprachige Prosa und Lyrik ins Rumänische übersetzt (u.a. Werke von Herta Müller, Peter Handke, Daniel Kehlmann, Lawrence Ferlighetti oder Bora Cosic). Zwischen 2008 und 2010 war sie als Abteilungsleiterin des Rumänischen Buchzentrums im Rumänischen Kulturinstitut Bukarest tätig. 2010/11 war sie Jurorin für Rumänien im "Bank Austria Literaris-Programm" für Förderung der Literatur in 16 Ländern Ost- und Südosteuropas.

 

Seit 2007 veranstaltet sie Das Internationale Oskar-Pastior-Poesiefestival in Sibiu/Hermannstadt (Mitveranstalter: Literaturhaus Berlin), das den Schwerpunkt auf Lyrik legt. Gleichzeitig ist sie auch Herausgeberin der zweisprachigen Anthologie des Festivals (Rumänisch-Deutsch). Beteligt war sie auch an dem Projekt Balkanische Alphabete des Künstlerhaus Edenkoben und den Verlags Wunderhorn, das dem deutschen Publikum in einer gleichnamigen Publikation Autoren aus Griechenland, Rumänien und Bulgarien vorstellte.

 

Neulich hat Corina Bernic den Kulturverein literatur.ro gegründet, dessen Ziele die Verbreitung rumänischer Kultur und Literatur im Ausland, Veranstalten von Kulturevents in Rumänien und Ausland und das Schaffen einer engen und produktiven Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen verschiedenen Kulturinstitutionen und Vermittlern aus der Balkanregion und den deutschsprachigen Ländern sind. Außerdem ist sie selbst als Autorin tätig - sie hat zahlreiche Texte in Anthologien, Literatur- und Kulturzeitschriften in Rumänien sowie im Ausland veröffentlicht.

 

 

 

Was ich mir für Deutschland vorgenommen habe

Als Kulturmanagerin und Programmleiterin in einer rumänischen staatlichen Institution habe ich zwar langjährige Erfahrung in der Gestaltung und Durchführung von Projekten, jedoch unterliegt meine Arbeit dort staatlichen Vorgaben, die allzu oft eine zentralistische und bürokratische Sichtweise vermuten lassen. Vor allem die Partnerschaft zwischen privaten und öffentlichen Institutionen war dabei beeinträchtigt, und die private Initiative jüngerer rumänischer Kulturmenschen scheiterte oftmals gerade aus diesem Grund.
Mein Aufenthalt in Deutschland soll dazu dienen, dass ich selbst mehr über die Zusammenarbeit von privaten und öffentlichen Einrichtungen erfahre, so dass ich diese Erfahrung dann an die beteiligten rumänischen Künstler weitertragen kann. Und, nicht zuletzt, dass ich eine bessere Rezeption der rumänischen Kultur ermöglichen und zum Dialog zwischen deutschen und rumänischen Partnern anspornen kann, so dass eine richtige Zweibahnstraße des Kulturtransfers entsteht.  

 

Mein Netzwerk und interessante Links

Rumänisches Buchzentrum

Balkanische Alphabete: Rumänien