
Àgnes Sebestyén
Ágnes Sebestyén hat Kunstgeschichte und Kulturgeschichte, sowie Museologie in Budapest studiert. In den letzten 7 Jahren arbeitete sie in Budapest bereits für mehrere Galerien z.B. acb Galerie der zeitgenössischen Kunst als Assistentin. Dabei hat sie wichtige nationale und internationale Projekte durchgeführt. Seit 2008 ist sie Kuratorin der APRoPODIUM Galerie für Zeitgenössische Kunst. Darüber hinaus ist sie als Lehrerin der Kunstgeschichte sowie als Kunstkritikerin tätig.
Was ich mir für Deutschland vorgenommen habe
Als Kulturmanagerin in Deutschland werde ich mich in der einzigartigen Position befinden, die Kunst von zwei Ländern zu vermitteln - die von meinen eigentlichen Heimatland, Rumänien (wo ich aufgewachsen bin) und die von meinem gewählten Heimatland, Ungarn (wo ich seit 7 Jahren im Kunstbereich tätig bin). Diese zwei Länder sind zwar Nachbarn und geschichtlich auch eng verbunden, aber im Bereich der kulturellen Kooperation könnte man schon vieles verbessern. Für mich wird es eine grossartige Herausforderung sein, eine Zusammenarbeit der Künstler von beiden Ländern in Deutschland zu initiieren.
Zudem habe ich mir vorgenommen, in diesem Zeitraum die junge experimentelle Kunst zu fördern und neue Gelegenheiten für noch nicht etablierte Künstler zu schaffen.
Was die Thematik oder den Ideengehalt betrifft, bin ich besonders an der Organisation von Projekten interessiert, die die Rolle der Kunstproduktion in der heutigen Gesellschaft erforschen. Welchen Beitrag kann oder darf die Kunst zu den aktuellen sozialen Transformationen liefern? Es ist besonders wichtig, Fragen wie diese zu beantworten, wenn mann Kunstprojekte als Formen des Wissenstransfers betrachtet.
Deswegen lege ich auch großen Wert auf die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Kunst- und Kulturbereich. Weiterhin kann ich ein Kunstprojekt ohne begleitende interdisziplinäre Veranstaltungen wie Workshops, Diskussionen, Projektionen oder ohne Schüler- und Kinderprogramm gar nicht konzipieren.
