Kulturmanager aus Mittel- und Osteuropa

Sofia Spionage

Sofia Spionage besteht aus einer Reihe von Veranstaltungen in der Münchner Platform3, die durch verschiedene "Kleinerzählungen" die heutige visuelle Existenz dieser Hauptstadt in Südosteuropa  darstellt. Das Projekt verknüpft verschiedene Genres, die die Entwicklung Sofias nach der Zeit des Wandels wiedergeben: Sofia als Szene, als lebendiger Organismus, das tanzt, lacht, küsst, protestiert oder einfach lebt.

 

Speziell für das Projekt sind fünf Künstler und eine Kuratorin als Spione in Sofia unterwegs. Alle Bilder und Farben, die sie sehen, Klänge und Geräusche, die sie hören, Momente eines Morgens, Tages oder der Nacht in Sofia, werden von den Sofia-Spionen aufgenommen. Danach werden sie in Form von verschiedenen künstlerischen Medien in München realisiert. In den Räumlichkeiten und auf dem Gelände der Platform3 treffen diese Spione aufeinander und konstruieren aus ihren Wahrnehmungen und Beobachtungen eine facettenreiche Momentaufnahme über Sofia. Jeder von den Teilnehmern stellt seine Visionen und persönliche Beobachtungen (Spionage) in Bezug auf Sofia mit verschiedenem Instrumente der zeitgenössischen Kunst dar.

 

  • In seinen Fotos, dokumentiert der junge bulgarische Photograph Boyan Hristov ein anderes Sofia, das von und durch die jungen Leute konstruiert wird. Er sucht ein anderes Sofia, das als eine sozio-kulturelle Plattform fungiert und gleichzeitig eine Bühne von Kunst, Kultur und Politik darstellt.  Sein Sofia ist nicht nur ein Gebäude oder Fenster, sondern eine Szene von menschlicher Freude, Übel, Widerstand, Liebe.
  • Bei der Arbeit von dem in München lebenden Kunstpädagoge und Fotograf Ivan Paskalev  handelt es sich um eine klassische Spionagensituation, da er speziell für das Projekt zwei Wochen in Sofia verbringt, um zu "spionieren". Danach präsentiert er in einer Fotoinstallation, alles was er spioniert und durch seine Kamera "entführt" hat.
  • Eine andere Art von "Spionage" wird die junge bulgarische Kuratorin Vladiya Mihaylova in dem Rahmen des Projekts präsentieren. In ihrem Vortrag mit dem Titel "Creating Public Space - Three Projects in Sofia", wird sie über die bekannten bulgarischen  Künstler Luchezar Boyadjiev, Ivan Moudov und die Gruppe Ultrafuturo und ihre Arbeiten im öffentlichen Raum in Sofia berichten. Dank dieser "Kurator-Spionage"  bekommt man einen richtigen Überblick über die bulgarische zeitgenössische Szene.
  • Der vorwiegend in Italien arbeitende junge Künstler  HR-Stamenov versucht in seiner visuellen Aktion, das Reale und das Imaginäre miteinander zu verküpfen. Daraus entstehten vielseitige Wahrnehmungsperspektiven: ein Spiel mit dem heutigen Moment und dem, was in ein paar Minuten passieren wird.
  • Die Audio-Visuelle Performance von Vladislav Iliev und Kliment Dichev ist das Abschlussevent des Abends. Der VJ Vladislav Iliev und der DJ Kliment Dichev laden zu einem "Midnight Spaziergang" durch die Straßen von Sofia ein. Wir erleben Sofia am Tag, in der Nacht, und sogar in der Vergangenheit. Es werden Bilder und Fotos von Sofia "heute" und "damals" projiziert und von PROGESSIVEN Minimal von DJ Kliment begleitet.  

 

Bei der Finnisage am Mittwoch, den 14. Oktober 2009 wird "Sofia Screening" geboten: Kurzfilme über das Leben und die Menschen von Sofia. Wie stark sind die Menschen mit ihrer Stadt verbunden? Wie stark lieben sie Sofia? Wie stark hassen sie Sofia?

Termine/ Veranstaltungen

24. September bis 14. Oktober 2009

Eröffnung am 23. September 2009

Platform3 - Räume für zeitgenössische Kunst München

Projektleitung
Veranstaltungspartner