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Gegenwartsdrama SK

Wiener Schnitzel und ungarisches Gulasch

Wiener Schnitzel und ungarisches Gulasch (Neue slowakische Dramatik im Aufbruch) ist die Präsentation des slowakischen Gegenwartsdramas. Im Schauspielhaus Hamburg werden die Stücke von Eva Maliti Fraňová Die Höhlenjungfrau und Michal Hvorecký Plüsch (Dramatisierung des Romans City: Der unwahrscheinlichste aller Orte) vorgestellt mit der persönlichen Teilnahme der Autoren.
Ein Bestandteil des Projekts ist auch Diskussion mit Dramatikern und dem Dramaturgen des Slowakischen Nationaltheaters Martin Porubjak. Das Thema der Diskussion ist: der Zustand des slowakischen Gegenwartsdramas im heimischen und europäischen Kontext.

Die ausgewählten Stücke stellen eine breite Palette unterschiedlicher formaler wie inhaltlicher dramatischer Methoden dar. Sie liefern nicht nur ein Bild der aktueller zeitgenössischen Theaterszene der Slowakei, sondern auch geschichtliche, gesellschaftlich-politische sowie soziokulturelle Kontexte.
Die szenischen Lesungen werden in Zusammenarbeit mit den Schauspielern des Schauspielhauses Hamburg in szenischer Konzeption von einem deutschen Regisseur realisiert. Das Projekt findet im Rahmen des Festivals Autorentheatertage statt, das jährlich von Thalia Theater Hamburg organisiert ist.

  • Michal Hvorecký ist in Deutschland bereits als Prosaautor bekannt. Sein Roman City: Der unwahrscheinlichste aller Orte, in der Slowakei ein Besteller,wurde 2006 auf Deutsch verlegt. Im Januar 2007 wurde die Dramatisierung, für die Hvorecký selbst verantwortlich zeichnet, in Bratislava unter dem Titel Plüsch uraufgeführt: Der junge Fotograf Irvin Mirsky kehrt nach Monaten, die er außerhalb der Zivilisation verbracht hat, zurück in die Metropole Supereuropas. Doch es ist ihm nicht gelungen, seine Internet-Sucht zu überwinden. In einer Welt, in der die Menschen nach Marken benannt sich, versinkt er immer tiefer in virtuelle, vom Konsum geprägte Sphären.

  • Eva Maliti-Fraňová, vielfach ausgezeichnete Dramatikerin beschreibt im Stück Die Höllenjungfrau mit den Mitteln der Groteske die realsozialistische Realität und verwebt sie mit  biblischen Motiven. Mary, eine hochschwangere junge Frau, lebt mit ihrer Mutter in einem Zimmer im Bratislavaer Hochhaus „Manderlak“ ganz oben. Ständig ist der Fahrstuhl kaputt, und die Heizung ist auch außer Betrieb. In einem Schaukelstuhl sitzend pendelt sie zwischen dieser engen Welt, wo ihr eine Zukunft mit dem Spitzel Vinzo droht, und dem Bergpark, wo ihr Geliebter, der Rote Jojo, auf sie wartet.

Eine Fotogalerie mit Bildern aus der Veranstaltung ist auf der Website des slowakischen Theaterinstituts >> zu finden.

Termine/ Veranstaltungen

11. Juni 2007

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