

Where the east ends
Die Ausstellung Where the east ends zeigt, wie sich junge Künstler aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa mit den wichtigsten soziopolitischen Änderungen der letzten Dekade auseinandersetzen: Inwiefern führt der besondere soziopolitische Hintergrund zu anderen künstlerischen Positionen als im Westen Europas? Ist die Ost-West-Teilung noch berechtigt und funktioniert sie auf der Ebene künstlerischer Aussagen? Was bedeutet „Osten“ nach dem Umsturz der Ideologie des Kalten Krieges und welche Bedeutungen trägt das Wort in sich?
Vier Themenkomplexe wurden aus den ausgewählten künstlerischen Positionen herauskristallisiert:
- Migration und Mobilität – beleuchtet das ewige Gefühl von Orientierungslosigkeit und dem Leben zwischen dem Ort, der verlassen wurde und der neuen Heimat (Pavel Braila, Republik Moldau, Wojtek Doroszuk, Polen, Driton Hajredini, Kosovo und Milena Zarić, Serbien);
- urbane Transformation – untersucht den Einfluss politischer Veränderungen, ökonomischer Transformation, des Kriegs und des kapitalisitischen Systems auf die urbane und architektonische Landschaft in verschiedenen Städten (Anton Bosnjak, Bosnien und Herzegowina, Nikolin Bujari, Albanien, Damir Očko, Kroatien und Kamen Stoyanov, Bulgarien);
- Rezeption kommunistischer Vergangenheit – zeigt, wie Künstler den Kommunismus als Utopie neu überdenken und gleichzeitig Kritik an dem gegenwärtigen Trend seiner Negation äußern (Zbyněk Baladrán, Tschechien, Nicolas Grosspierre, Polen und Ciprian Mureşan, Rumänien);
- und schließlich wird die Frage nach der künstlerischen Identität gestellt (Vladlena Gromova, Russland, Marina Naprushkina, Belarus, Vladimir Nikolić und Vera Večanski, Serbien).
Ausgerichtet wird das Projekt vom 7. September bis zum 19. Oktober 2008 im Nassauischen Kunstverein in Wiesbaden.
Insbesondere wollen wir auf folgende Veranstaltungen im Rahmen des Projekts hinweisen:
- Eröffnung am Samstag, 6. September 2008 / 17.00 bis 20.00 Uhr
- Künstlergespräch am Sonntag, 7. September 2008 / 12.00 bis 14.00 Uhr
- Kuratorenführungen jeden Sonntag / 15.00 Uhr
- Finissage am Sonntag, 19. Oktober 2008 / 15.00 bis 18.00 Uhr
Das Projekt ist zugleich Sieger im Projektwettbewerb moe.nachbarschaft, den MitOst e.V. in Kooperation mit der Schering Stiftung im Jahr 2008 zum ersten Mal ausgechrieben hat.
Where the east ends ist ein gemeinsames Projekt von sechs Stipendiatinnen und Stipendiaten der Robert Bosch Stiftung im Programm Kulturmanager aus Mittel- und Osteuropa:
