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Nach der letzten großen Wirtschaftskrise wird das Modell des Kommunismus erneut diskutiert. Die allumspannenden Finanzmärkte des liberalen Wirtschaftssystems scheinen ihren Höhepunkt erreicht zu haben. Tausende verlieren ihre Jobs und sind von Armut bedroht. Staatliche Interventionen, einst eine unvorstellbare Praxis im Neoliberalismus, werden heute in den westlichen Ländern weitestgehend akzeptiert. Die Regierungen zögern nicht, in finanziell angeschlagene Unternehmen zu investieren, um diese zu retten und ebenso die Jobs, die mit diesen verbunden sind.
Ist es möglich, die ökonomischen Gesichtspunkte des Kommunismus neu zu diskutieren, ohne die anderen Aspekte zu berücksichtigen? Was bedeutet Kommunismus für Menschen, die in diesem Regime lebten? Wie sehen jungen Menschen den Kommunismus und wie interpretieren sie diesen?
Im Fall der Staaten Ex-Jugoslawiens wird es möglich sein, einen Überblick darüber zu erhalten: Während der Ausstellung von Minitaurbildern von 51 Autoren aus Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Serbien, Montenegro und anderen Ländern. Die ausgestellten Werke sind die Antwort auf eine Ausschreibung, die jährlich vom „Anonymem Künstlerverein UAA!“ (Udruženje anonimnih umjetnika UAA!) aus Banja Luka, Bosnien und Herzegowina, realisiert wird. Die Mitglieder des Vereins UAA! sind junge Künstler aus Banja Luka und Prijedor, die den internationalen Wettbewerb für Miniaturen ins Leben gerufen haben, um die künstlerische der Form der “Miniatur” zu fördern. Jedes Jahr wird ein Thema bestimmt; im Jahr 2009 war dies „Kommunismus“ - wie bereits beschrieben, ein Thema, das seit der letzten Krise zunehmend in den Medien virulent ist. Der Projektleiter, der Stipendiat der Robert Bosch Stiftung, Igor Sovilj, präsentiert die jungen Künstler aus Südosteuropa und ihre Werke in Dresden und gibt diesen die Möglichkeit, ihre Sichtweise des Kommunismus mit der in Dresden, als Stadt des ehemaligen Ostblocks, zu vergleichen.
Bei der Ausstellungseröffnung am 25. Juni 2010 um 20.00 Uhr in der Galerie Raskolnikow werden neben den Organisatoren der Ausstellung auch Künstler des Vereins UAA! anwesend sein. Sie werden dem Dresdner Publikum ihr Projekt vorstellen und außerdem auf die aktuelle politische, soziale und kulturelle Situation in Bosnien und Herzegovina eingehen.
Die Ausstellung wird einen Monat zu besichtigen sein.
