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Chto Delat? Perestroika. Twenty years after: 2011-1991

Das Projekt präsentiert zum ersten Mal in Köln das russische Künstlerkollektiv Chto Delat? in der Ausstellung "Perestroika. Twenty years after: 2011-1991". Das Projekt wird im Kölnischen Kunstverein und in GLASMOOG|Kunsthochschule für Medien Köln gezeigt, wo auch ein Künstlergespräch mit den Mitgliedern des Kollektivs stattfinden wird.


Das russische Künstlerkollektiv Chto Delat? wurde 2003 von Künstlern, Kunstkritikern, Philosophen und Autoren aus Sankt Petersburg und Moskau gegründet. In ihren vielfältigen Aktivitäten verbinden sie politische Theorie, Kunst und Aktivismus. Das emanzipatorische Potential des Einzelnen und der Gesellschaft als Ganzes sowie die Rolle der Kultur in diesen Prozessen sind Themen, mit denen sich die Mitglieder der Gruppe sowohl gedanklich als auch in ihren Aktionen auseinandersetzen.


Der Name Chto Delat? bedeutet übersetzt Was ist zu tun?. Die Gruppe arbeitet mit Videos, Installationen, öffentlichen Aktionen, sie macht Radioprogramme, veröffentlicht eine regelmäßige Zeitung, organisiert Konferenzen und Bildungsprojekte. Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der Gruppe ist die Reflexion über die Form des Künstlerkollektivs und dessen Bedeutung in der Vergangenheit und der Gegenwart und über den Einfluss, den Kollektivität auf die Produktion und Rezeption von Kunst hat.


Chto Delat?’s künstlerische Arbeit ist zutiefst politisch in ihrer Aufarbeitung von russischer Geschichte und zeitgenössischen Ereignissen. Die Ausstellung "Perestroika. Twenty years after: 2011-1991" reflektiert die Entwicklung der Gesellschaft und der Wirtschaft in Russland nach der Perestroika 1991, als die Soviet Union aufgelöst und die Russische Föderation gegründet wurde. Die Ausstellung ist wie ein umgekehrter historischer Countdown strukturiert und präsentiert zwei Songspiele (Tower, Perestroika), die Videoarbeiten des Kollektivs von 2000-2008 und zeigt eine neue Installation.


Die Ausstellung Museum Songspiel präsentiert die ganz neue Arbeit Museum Songspiel: The Netherlands 20XX, die Chto Delat? im Februar 2011 produziert hat. Die Chto Delat?-Zeitung, die anlässlich der Ausstellung unter dem Titel "Theatre of accomplices"erscheint, wird in Kooperation mit GLASMOOG und mit der Unterstützung von Encuentro Internacional de Medellín (MDE11) produziert. Mitwirkende Autoren sind Luis Garcia, Mladen Dolar, Fernanda Carvajal, Keti Chukhrov, Katja Praznik, Ultra red; Online-Texte von general intellect.



Chto Delat? sind:
Olga Egorova/Tsaplya (Künstlerin, Sankt Petersburg), Artiom Magun (Philosoph, Sankt Petersburg), Nikolai Oleinikov (Künstler, Moskau), Natalia Pershina/Glucklya (Künstler, Sankt Petersburg), Alexei Penzin (Philosoph, Moskau), David Riff (Kunstkritiker, Moskau), Alexander Skidan (Dichter, Kritiker, Sankt Petersburg), Kirill Shuvalov (Künstler, Sankt Petersburg), Oxana Timofeeva (Philosophin, Moskau) und Dmitry Vilensky (Künstler, Sankt Petersburg).

 

Am 27. August 2011 um 16.00 Uhr in GLASMOOG (Filzengraben 2, 50676 Köln) findet ein Künstlergespräch mit den Mitgliedern des Künstlerkollektivs Chto delat? statt, an dem Anastasia Marukhina, Heike Ander (GLASMOOG), Dmitry Vilensky und Olga Egorova/Tsaplya teilnehmen.

 

Termine/ Veranstaltungen

vom 27. August bis 18. September 2011 / Kölnischer Kunstverein

Eröffnung am 26. August 2011 um 19.00 Uhr

 

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